Bei schönstem Sommerwetter waren am Sonntag 13 Wanderfreunde mit Wf. Helga Giesen auf der 4. Etappe des Wildnis-Trails unterwegs. Die knapp 18 Kilometer lange Streckenwanderung führte von Zerkall nach Heimbach.


Der Wildnis-Trail ist ein 85 km langer Fernwanderweg, der 2007 vom Nationalparkforstamt angelegt wurde und in vier Etappen durch den Nationalpark Eifel führt. Wir begannen unsere Tour am Endpunkt der vierten Etappe und machten uns sozusagen „rückwärts“ auf den Weg. Der Start lag am niedrigsten Punkt (175 m) der Strecke am Nationalpark-Infopunkt Zerkall am Zusammenfluss von Rur und Kall, den Weg wiesen zuverlässig die Schilder mit dem Wildkatzenkopf-Logo. Rolf Berger berichtete, dass es im Nationalpark und Umgebung ca. 50 Exemplare des „Eifeltigers“ gibt.
Ein erster heftiger Anstieg führte uns auf fast 400 m Höhe, so dass die Bananenpause am Ortsrand von Schmidt schon wohlverdient war. Diesen Weg liefen früher die Arbeiter aus Schmidt zu den Papierfabriken im Kalltal. Auf dem seinerzeit international bekannten „Zerkall-Bütten“ der Fabrik Renker wurde 1949 die Urschrift des Grundgesetzes gedruckt.
Der Weg mäanderte durch den von vor allem von Eichen geprägten Hetzinger Wald im Norden des Nationalparks, führte entlang von Bachläufen und umrundete mit einigen weiteren Auf- und Abstiegen den Nessel- und den Rossberg. Der größte Teil verlief unter schattenspendenden Bäumen, nur gegen Ende war ein längerer sonniger Abschnitt eine Herausforderung für die Wanderer. Unterwegs erfreuten die sommerliche Blütenpracht und viele Schmetterlinge sowie eindrucksvolle Fernsichten über die Rureifel in Richtung Bergstein und Vossenack. Mit einem steilen Abstieg wurde schließlich Hasenfeld und kurz darauf Heimbach erreicht. Der Weg endete am Rur Café gleich gegenüber dem Bahnhof Heimbach. Dank der flotten und freundlichen Bedienung konnten wir problemlos unseren Zug um 17.17 Uhr erreichen, der uns wieder zum Ausgangspunkt Zerkall zurückbrachte.

Helga Giesen