15 Wanderfreunde trotzten am Sonntagmorgen dem usselig-nebeligen Novemberwetter, um sich mit Wf. Helga Giesen auf eine Runde rund um „Höfen zwischen Hecken und Talsperre“ zu begeben. Sie wurden dafür belohnt, denn es wurde wider Erwarten eine schöne, typisch spätherbstliche Wanderung mit sogar einigen Sonnenstrahlen auf den Höhen und weiten Blicken über Täler, aus denen der Nebel aufstieg.


Vom Startpunkt Höfener Kirche aus ging es zunächst über den ausgeschilderten Heckenweg zwischen beeindruckenden Flurhecken mit den typischen „Durchwachsern“. Ein Abstecher führte hinab ins Kluckbachtal und nach Überqueren des Baches über den Eifelsteig wieder hinauf nach Höfen. Nach der Bananenpause an einer Schutzhütte traf der Weg wieder auf den Heckenweg. Auf diesem Abschnitt konnte man immer wieder weite Aussichten auf die umliegenden Ortschaften genießen. Nicht ohne Grund ist hier auch einer der „Eifel-Blicke“ platziert. Beim Durchqueren des südlichen Ortsrands von Höfen fanden jetzt die bis zu sechs Meter hohen Haushecken und liebevoll gepflegte, idyllische Fachwerkhäuser die Aufmerksamkeit der Wanderer.
Nach dem Überqueren der Hauptstraße ging es weiter in Richtung Talsperre mit einem Blick auf die Höfener oder auch Perlenbacher Mühle. Diese wurde 1805 als Fruchtmühle erbaut und diente ab ca. 1900 auch als Gastwirtschaft. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs lag die Mühle im Niemandsland zwischen den Fronten und wurde zerstört. Später wurde sie als Restaurant wieder aufgebaut und war ein beliebtes Ausflugsziel in der Nähe der Narzissenwiesen im Perlen- und Fuhrtsbachtal. Inzwischen ist sie jedoch außer Betrieb.
Mit einigen Auf und Ab ging der weitere Weg durch den Hang oberhalb des Perlenbachs und nach Erreichen des Ufers wurde eine Mittagpause eingelegt, um sich für den letzten und anstrengendsten Teil der Wanderung zu stärken. Zunächst ging es noch recht gemächlich auf dem Uferweg entlang des Stausees, der aber aufgrund der Trockenheit einen kümmerlichen Anblick bot. Die kleinste der Eifeler Talsperren – 1950/52 erbaut – wird vom Perlenbach gespeist, der in Belgien Schwalm genannt wird. Er entspringt bei Rocherath und mündet nach ca. 17 km bei Monschau in die Rur.
Schnell war das Wasserwerk an der 18 Meter hohen und 117 Meter langen Staumauer erreicht und hier begann auf dem „Jahrhundertweg“ der OG Monschau der Aufstieg wieder hinauf nach Höfen, zunächst auf einen urigen und recht steilen Kletterpfad durch die Felsformation von Engels- und Teufelsley, dann etwas bequemer, aber immer noch ansteigend auf einem schmalen Waldweg. Den Höfener Kirchturm schon im Blick, führte eine abschließende Runde durch die Wiesen in Richtung Alte Molkerei zur Einkehr. Da wir trotz des nicht immer einfachen Weges eine „flotte Truppe“ gewesen waren, mussten wir noch kurz warten, bis die letzten Mittaggäste ihre Plätze geräumt hatten, bis wir es uns bei Kaffee und Kuchen, Leffe und Fritten gemütlich machen konnten.

 Fotos: H. Baumsteiger, B. Klinkenberg.  Zusammenstellung/Bearb.: K. Heidtmann