10 Mitglieder unserer Ortsgruppe und 2 Gäste aus Aachen/Köln starteten bei viel besserem Wetter als ursprünglich vorhergesagt am Töpferei-Museum in Raeren.
Es handelte sich um eine Teilstrecke der "Venn-Trilogie", eines Fernwanderwegs durch Ostbelgien, der mit einem Siegel als einer der besten Fernwanderwege Europas ausgezeichnet wurde.
Der Weg ist insgesamt 109km lang und sehr gut durch eine weiße Drei auf grünem Feld gekennzeichnet. Er verläuft vom Dreiländereck (B/NL/D) bis nach Bütgenbach.
Zwischen der Burg Raeren und der Wasserburg "Haus Raeren" (beide aus dem 14. Jhdt.) führte unser Weg zunächst über Wiesen, die durch mehrere Stiegel (Drehkreuze) miteinander verbunden sind, ins Dorfzentrum von Raeren. An Schule, Rathaus und Kirche mit Friedhof vorbei ging es wieder über Wiesen und durch eine Allee mit diversen, jüngst gepflanzten Obstbäumen in den Ortsteil Neudorf. Für das flächenmäßig große Dorf Raeren ist typisch, dass die einzelnen Ortsteile durch weitläufige Wiesen mit Fußpfaden verbunden sind. Am Wegesrand konnte man das nicht so häufige Salomonsiegel finden.
Nach Passieren der letzten einzelnen Häuser wurde der Rand des östlichen Teils des Hertogenwaldes erreicht. Erst auf schmalem Pfad, später über breite angenehme Forstwege ging es durch einen wunderschönen Buchen-/Eichenmischwald mit oft recht alten Bäumen. Kurz vor der Schönefelder Straße zweigte unsere Strecke scharf rechts ab. Später verließen wir den breiten Forstweg, um auf schmalen Pfaden und Holzstegen durch ein uriges Waldgebiet mit teils umgestürzten, schon von Pilzen befallenen Bäumen zu wandern. Auf alten Baumstämmen wurde die Mittagsrast eingelegt. Danach gelangte man wieder an die Schönefelder Straße, an der parallel dazu ein mit vielen Wurzeln gespickter Pfad verlief. Nun ging es hinunter ins Tal des Die(p)bachs und in den Eupener Ortsteil Schönefeld. Die nächsten Stationen waren der Ortsteil Nispert und der Eupener Ostpark. Über Nebensträßchen und schmale Gassen führte der Weg ins Stadtzentrum. Von hier war es nicht mehr weit bis zum Markt-platz und der Nikolauskirche. In einem Bistro hielten die Wanderer die verdiente Einkehr, bevor es vom Bushof mit der TEC-Linie 14 wie geplant zurück nach Raeren ging.
Wf. Sabrina Berger
Fotos: R. Berger, I. Steven
Zusammenst./Aufber.: I. Steven