Bei sonnigem Wetter trafen sich 26 Wanderfreunde zur Fahrt nach Heimbach.
Über den schmalen Seerandweg ging es zum Parkplatz des Café "Terrasse am See",
dem Ausgangspunkt der Tour.



Entlang des Staubecken Heimbach erreichte man das schöne Jugendstilkraftwerk, das 1905 errichtet wurde
und über den Kermeterstollen sein Wasser aus der Urft-Talsperre bezieht. Es treibt zwei starke Turbinen
(bis 1975 acht leistungsschwächere) an, die auch heute noch Strom erzeugen. Im Innern des Kraftwerks kann man noch einige der alten Turbinen sowie eine Ausstellung über frühere Elektro-Haushaltsgeräte anschauen. Außerdem findet jährlich das Kammermusikfestival "Spannungen" statt, das wegen der hervorragenden Akustik sehr beliebt ist.

Nach Überquerung der Rur führte der Weg am Rand der Ortschaft Hasenfeld auf der anderen Seite des Staubeckens Richtung Heimbach. Der erste Ginster leuchtete schon in kräftigem Gelb. Weiter ging es
vorbei an einem idyllisch gelegenen Biergarten (mit Verleih von Tretbooten) und einigen Schrebergärten.
Es bot sich ein schöner Ausblick auf die Burg Hengebach aus rotem Buntsandstein. Sie war im 13. Jh.
Sitz eines Jülicher Burggrafen. Nach Zerstörungen wurde sie wieder aufgebaut und beherbergt jetzt
eine Internationale Kunstakademie.

Nachdem in der Rur noch ein Paar Wasseramseln beobachtet werden konnte, erfuhren die
Wanderer im Kurpark Wissenswertes über die Geschichte Heimbachs und seine Bedeutung
heute als Luftkur- und Wallfahrtsort (das berühmte früher im Kloster Mariawald verehrte Gnadenbild
befindet sich heute in der St. Salvator-Kirche). Auch das Wasser-Info-Zentrum und das Nationalpark-Tor
im ehemaligen Bahnhof sind sehenswert. Nach weniger als 2 Stunden fand der Ausklang bei Kaffee
und Kuchen im o.g. Café statt.

Rolf Berger